Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kann der Körper einen bestimmten Stoff nicht verdauen.
Unverträglichkeiten sind oft nicht leicht erkennbar, denn Reaktionen können sehr unterschiedlich und oft auch zeitversetzt auftreten. Unverträglichkeiten entstehen aufgrund verschiedener Faktoren. Industriell gefertigte Nahrung mit Zusatzstoffen, schlechte Ernährung mit Fast Food, Umwelteinflüsse und Stress können die Ursache sein. Ein Allergietest bleibt bei einer Unverträglichkeit negativ, da das Immunsystem nicht beteiligt ist und keine Antikörper gebildet werden.
Weit verbreitete Unverträglichkeiten sind Laktose-, Fruchtzucker- und Histamin-Intoleranz.
Unter einer Laktose Intoleranz leiden zwischen 10 und 30% der Bevölkerung. Bei den Betroffenen ist ein Mangel des Enzyms Laktase die Ursache dafür, dass der Milchzucker nicht gespalten werden kann. Er gelangt ungespalten in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren. Die Folge: Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall.
Bei einer Störung des Enzyms Diaminooxidase kann Histamin nicht ausreichend abgebaut werden, was Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Blähungen, Krämpfe), Kopfschmerzen, Hautausschlag oder Übelkeit, sogar Asthmaanfälle oder Herzrasen auslösen kann.
Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (5-7% der Bevölkerung) kann zu vermindertem Wohlbefinden im Magen-Darm-Trakt führen.
Vorbeugung bzw. Heilung
Die beste Vorbeugung ist in jedem Fall das Vermeiden der unverträglichen Nahrungsmittel. Dies ist oft jedoch leichter gesagt als getan, da es für entsprechend disponierte Menschen zahlreiche unverträgliche Nahrungsmittel gibt. Die sehr unterschiedlichen Reaktionen können oftmals erst Stunden nach dem Verzehr auftreten, so dass einzelne Verursacher nur schwer auszumachen sind. Unerklärbare körperliche Probleme wie ständige Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Magen-Darm-Beschwerden und vieles mehr können jedoch die Folge einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein.
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